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HEV Kanton Zürich publiziert erstes Kantonsratsrating

21.10.2026

Medienmitteilung vom 22. Oktober 2026

Wie eigentumsfreundlich stimmen die Mitglieder des Zürcher Kantonsrats?

Der HEV Kanton Zürich hat in der laufenden Legislatur das Abstimmungsverhalten der Mitglieder des Zürcher Kantonsrats untersucht. Das Rating zeigt, welche Kantonsrätinnen und Kantonsräte sich besonders konsequent für den Schutz des Eigentums, verlässliche Rahmenbedingungen und gegen immer mehr staatliche Eingriffe eingesetzt haben.

Grundlage des Ratings bilden 47 ausgewählte Geschäfte des Zürcher Kantonsrats zwischen dem 8. Mai 2023 und dem 6. Juli 2026. Berücksichtigt wurden politische Entscheide, die für private Wohneigentümer, Stockwerkeigentümer, Vermieter sowie Grundeigentümer von besonderer Bedeutung sind.

Eigentumspolitische Haltung wird sichtbar
Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Mitgliedern des Kantonsrats. Während sich einzelne Parlamentarierinnen und Parlamentarier bei einem grossen Teil der untersuchten Geschäfte eigentumsfreundlich positionierten, unterstützten andere regelmässig zusätzliche staatliche Eingriffe, Einschränkungen oder finanzielle Belastungen für Eigentümerinnen und Eigentümer.

Insgesamt stimmten 81 amtierende Mitglieder des Kantonsrats bei mindestens 50 Prozent der untersuchten Geschäfte im Sinne der Position des HEV Kanton Zürich. Berücksichtigt wurden dabei nur Ratsmitglieder, die an mindestens 50 Prozent der 47 Abstimmungen teilgenommen hatten.

An der Spitze des Ratings steht Sonja Rueff-Frenkel von der FDP. Auf den weiteren Plätzen folgen Marc Bourgeois und Dieter Kläy – beide ebenfalls von der FDP. Diese Mitglieder des Kantonsrats zeichneten sich durch ein besonders konsequentes Abstimmungsverhalten zugunsten des Eigentums aus, wobei Marc Bourgeois verglichen mit Sonja Rueff-Frenkel (45 von 47 Abstimmungen) und Dieter Kläy (45 von 47 Abstimmungen) an deutlich weniger Abstimmungen (35) teilgenommen hat.

Unterschiede zwischen den Parteien
Auch zwischen den Parteien zeigen sich klare Unterschiede. Die höchste durchschnittliche Eigentumsfreundlichkeit erreicht die FDP mit einem Wert von 86.3 Prozent. Dahinter folgen die SVP mit 83.4 Prozent und die EDU mit 81.2 Prozent.

Im Mittelfeld liegt die Mitte mit 76.2 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgen GLP (37.4 Prozent) und EVP (33.2 Prozent). Die tiefsten Werte weisen die AL mit 17.6 Prozent, die SP mit 17.3 Prozent und die Grünen mit 15.6 Prozent auf. Die vollständigen Ergebnisse zeigen, wie konsequent die einzelnen Parteien und ihre Mitglieder die Interessen der Eigentümerinnen und Eigentümer im parlamentarischen Alltag tatsächlich vertreten.

Entscheidend sind die Abstimmungen
Das Rating beurteilt nicht allgemeine politische Aussagen oder Wahlversprechen, sondern das konkrete Abstimmungsverhalten im Zürcher Kantonsrat. Massgebend ist, ob sich ein Ratsmitglied bei eigentumspolitisch wichtigen Geschäften für den Schutz des Eigentums, die Vertragsfreiheit, tragbare Abgaben und verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen eingesetzt hat.

Untersucht wurden unter anderem Geschäfte aus den Bereichen:

  • Eigentumsschutz und Eigentumsgarantie
  • Miet- und Wohnpolitik
  • Raumplanung und Bauvorschriften
  • Steuern, Gebühren und Abgaben
  • Energie- und Umweltvorschriften für Gebäude
  • Bewilligungsverfahren und staatliche Auflagen
  • Rechte und Pflichten von Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern
  • Einschränkungen des Privateigentums, etwa durch den Zürichsee-Uferweg

Die einzelnen Geschäfte wurden nach ihrer Bedeutung für Eigentümerinnen und Eigentümer ausgewählt und nach dem bewährten «City-Block-Modell» ausgewertet, welches die prozentuale Übereinstimmung mit den Verbandsempfehlungen misst.

Orientierung für Eigentümerinnen und Eigentümer
«Mit unserem Rating machen wir sichtbar, wer sich im Kantonsrat für die Anliegen der Eigentümerinnen und Eigentümer einsetzt. Entscheidend sind nicht Ankündigungen, sondern das tatsächliche politische Handeln», sagt Albert Leiser, Direktor des HEV Kanton Zürich.

Eigentum benötigt verlässliche Rahmenbedingungen. Neue Vorschriften, Abgaben und staatliche Eingriffe können für Eigentümerinnen und Eigentümer erhebliche finanzielle und praktische Folgen haben, was bei vermieteten Liegenschaften letztlich auch die Mieterinnen und Mieter betrifft. Das Rating soll deshalb Transparenz schaffen und eine sachliche Grundlage für die politische Meinungsbildung bieten.

Hauseigentümerverband Kanton Zürich
Der im Jahre 1920 als Verein gegründete Hauseigentümerverband Kanton Zürich ist die Dachorganisation der ihm angehörenden Hauseigentümerverbände des Kantons Zürich. Der Verband zählt rund 72'000 Mitglieder und ist in 23 lokale Sektionen unterteilt. Ziel und Zweck des Verbands sind der Schutz des privaten Grundeigentums sowie die Wahrung und die Vertretung der Rechte der Haus-, Grund- und Stockwerkeigentümer.

Kontakt
Donnerstag, 22.10.2026, von 9.00 bis 10.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr:
Albert Leiser, Direktor HEV Kanton Zürich, 079 699 99 60, albert.leiser(at)hev-zuerich.ch