• Alle (paar) Jahre wieder…

Alle (paar) Jahre wieder…

18.07.2019 Hans Egloff

Kaum ein Abonnent unserer Monatsschrift würde diese Rubrik zu Ende lesen wollen, würde ich an dieser Stelle zum Energiesparen aufrufen. Sorgsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist schlicht ein Gebot der Stunde. Bestimmt haben das längst alle begriffen – oder dann würde auch mein Aufruf kaum noch etwas helfen.

Das Energiesparpotential der VHKA (Verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung) bei Altbauten wird zwar immer beteuert, wirklich glaubhaft quantifiziert werden konnte dieses bisher aber nicht. Einigkeit herrscht dagegen über die hohen Einführungskosten. Diese würden nicht nur die privaten Hauseigentümer belasten, sondern auch die Genossenschaften und den gemeinnützigen Wohnungsbau.

Letztlich wäre die Zeche von den Mietern zu begleichen, auf welche die Kosten abgewälzt werden könnten. Bei einer beispielhaften Untersuchung eines Mehrfamilienhauses bezahlen drei Viertel der Bewohner mehr Nebenkosten als sie ohne VHKA berappen müssten. Auch der Mieterverband hat sich daher nie für die Einführung der VHKA bei Altbauten ausgesprochen.

Im letzten Jahrhundert galt im Kanton Zürich noch ein Obligatorium zur Installation der Zähler für die VHKA auch in Altbauten. Nach einem Vorstoss aus dem Kreise unseres Verbandes (Parlamentarische Initiative der alt Kantonsräte Berset, Bertschi und Egloff) machte sich der Kantonsrat an eine entsprechende Änderung des Energiegesetzes und hat das Obligatorium für Altbauten aufgehoben. 

Immer wieder gab es Versuche aus links-grünen Kreisen, dieses Obligatorium wieder einzuführen. Vor wenigen Wochen wurde mit Zufallsmehr im Kantonsrat ein nächster Anlauf initiiert. Demnächst wird sich das Kantonsparlament erneut mit diesem Ansinnen zu befassen haben und wird dieses hoffentlich wieder klar ablehnen.

Nach dem Motto: „Vernünftiges muss nicht gesetzlich vorgeschrieben werden“, soll dies aber nicht heissen, dass künftig einfach auf energiesparende Massnahmen und den Einbau von Wärmemessgeräten verzichtet werden soll. Gerade bei grösseren Umbauvorhaben oder bei der Sanierung des Heizungs- bzw. Leitungssystems ist die Umrüstung jedenfalls zu prüfen. Zuletzt wird aber wichtig sein, dass jeder – Vermieter und Mieter – auch ohne gesetzlichen Zwang bereit ist, seinen Beitrag zum Energiesparen zu leisten.